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12.08.17

Volkskrankheit Adipositas – Der Speck muss weg

Fette, träge Hunde die sich beim Gassigang schwer tun, Vierbeiner mit dicken Speckrollen am Hals und Schoßhunde, die kaum vom Boden zu heben sind: Übergewicht beim Hund ist keine Seltenheit, denn „niedlicher Speck“ oder „Reserven für schlechten Zeiten“ wird vom Hundebesitzer häufig verharmlost und nicht als das angesehen, was es ist: ein krankhafter und ungesunder Zustand für den Hund. In den Industrieländern sind fast 40 % aller Hunde von Übergewicht betroffen, damit steht Adipositas schon seit einiger Zeit auf Platz 1 der häufigsten Krankheiten in den deutschen Kleintierpraxen. Erreicht das „Zuviel an Gewicht“ 20% oder mehr des Normalgewichtes spricht der Fachmann von Adipositas. Die Rippen des Tieres sind in diesem Zustand nicht mehr eindeutig fühlbar und die Flanke zeigt keine typische Einziehung mehr.
Der Begriff Adipositas stammt vom lateinischen Wörtchen adeps= Fett ab und heißt übersetzt Fettsucht.Und wie jede Sucht ist diese häufig mit negativen Folgen verbandelt, denn ein dauerhaftes Übergewicht birgt gesundheitliche Risiken. Häufig wird die Fettsucht erst sehr spät vom Besitzer (an)erkannt, denn kein liebendes Herrchen gibt gerne zu, dass sein Vierbeiner unter Umständen ein Gewichtsproblem hat. Die Grenze von kräftig zu fettleibig ist sehr schmal und schon ein gemäßigtes Übergewicht kann chronische Erkrankungen und Beschwerden nach sich ziehen.
Verursacht wird die Fettsucht durch ein übermäßiges Futterangebot bei gleichzeitig zu wenig Bewegung. Weiterhin fördert eine nicht artgerechtes Futterzusammensetzung mit viel Getreide, Stärke und Zucker die Entstehung von Übergewicht.

Die Folgen von Übergewicht
Ein dauerhaftes Übergewicht schadet dem gesamten Bewegungsapparat des Tieres. Bänder, Sehnen und Gelenke werden übermäßig beansprucht, was chronische Schäden, wie zum Beispiel Arthrose verursachen kann. Weiterhin steigt das Risiko für Bluthochdruck und Organerkrankungen, sowie diverse Stoffwechselstörungen Der überschüssige Speck verursacht durch die vermehrte Fettansammlung auch unschöne Schäden an Haut und Fell. Hässliche dicke Hautschwielen und stumpfes Fell ohne jeglichen Glanz sind klassische Merkmale bei einem zu dicken Vierbeiner. Neben den medizinischen Aspekten kommt die reduzierte Lebensqualität des Tieres hinzu. Springen, hüpfen und einfach Spaß haben- häufig nicht mehr möglich. So sind Beweglichkeit, Kondition und Fitness des mopsigen Hundes teilweise enorm eingeschränkt. Ein Tier, das jedoch nicht mehr uneingeschränkt seinem Instinkt folgen und seinen Bewegungsdrang stillen kann, leidet psychisch.


Übergewicht vorbeugen
Für gewisse Rassen gibt es eine Prädisposition für Übergewicht. Hierzu zählen in erster Linie die Labradore, Retriever oder auch Cocker Spaniel. Hunde dieser Rassen sind sehr leichtfuttrig und legen schnell Fettschichten an, so dass hier von Beginn an auf eine nicht zu gehaltvolle Ernährung geachtet werden muss. Auch Tiere, die kastriert werden, neigen zu Übergewicht. Eine Futterumstellung nach der Kastration ist aufgrund dessen häufig notwendig. Eine weitere Prophylaxe von Übergewicht ist das richtige Fütterungsmanagement. Je nach Auslastung und Bewegungspensum des Hundes muss die Ration ständig angepasst werden. Für die Zeit des Abnehmens ist die Portionierung immer auf das angestrebte Idealgewicht zu berechnen. 

Zum Verhängnis für die Figur können häufig auch Leckerlis und Snacks werden. Für das Trainieren von Übungen oder kurz zwischendurch können schnell ganz unbewusst große Mengen verfüttert werden. Eine gute Kontrollmöglichkeit für das Herrchen ist die Rationierung der Snacks pro Tag. So weiß Herrchen genau wie viele Leckerlis vernascht wurden und kann die Mahlzeit am Abend gegebenenfalls verkleinern. 

Die Vorbeugung und Behandlung der Adipositas ist somit wie in vielen anderen Fällen auch eine reine Frage der Disziplin. Sicher fällt es sehr schwer großen bettelnden Kulleraugen zu widerstehen, doch ausgiebige Streicheleinheiten können viel wieder Wett machen. Bedenkt man zudem die möglichen Folgen der Gewichtszunahme, so sollte es umso einfacher sein, seinen Hund ausgewogen und gesund zu ernähren. Mit viel Bewegung im Freien kommt auch Herrchen ordentlich in Schwung und so kann es fit und gesund durch die kalte Jahreszeit gehen.

Gesundes Abnehmen nach Maß – Alimentum Veterinarium LOW FAT
Neben der Behandlung der möglicherweise anfallenden Begleiterkrankungen hat die Therapie der Adipositas in erster Linie eine Gewichtsreduktion über eine sinnvolle Ernährungsumstellung als Ziel. Um Mangelerscheinungen an lebenswichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu vermeiden, ist eine spezielle Diät angeraten und kein einfaches „Friss die Hälfte“. Würden die täglichen Mahlzeiten des Vierbeiners einfach halbiert werden, würde sich zudem lediglich die fettfreie Muskelmasse abbauen. Sinn einer Diät ist es jedoch, das überschüssige Fett abzubauen. Hierfür benötigt der Vierbeiner ein Futter, das in seinem Energiegehalt reduziert ist, aber dennoch hochwertiges Protein sowie Ballaststoffe enthält. Genau auf diese Bedürfnisse abgestimmt sind die Produkte der LOW FAT Linie. Diese kommen zum Einsatz bei:

•    Übergewicht und Adipositas
•    Eingeschränkter Pankreastätigkeit
•    Probleme im Fettstoffwechsel
Der Energiegehalt aller LOW FAT Menüs ist insgesamt reduziert, da der Fleischanteil und damit in Folge der Fettanteil vermindert ist. Erhöht ist der Anteil von Gemüse und Obst, was den Rohfasergehalt steigert und dadurch den Triglyzerid-Spiegel im Blut senk. Ananas enthält Enzyme, die bekannt dafür sind, die Fettverbrennung anzukurbeln. Hochwertiges Muskelfleisch liefert wertvolle Proteine, die dem unerwünschten Abbau von Muskelmasse während der Diät entgegenwirken. Zusätzlich liefern Lupine und Chia ein hohes Maß an wichtigen Aminosäuren, vor allem Lysin. Auf kalorienreiches, schwer verdauliches Getreide wird verzichtet.  Zugesetzte Artischockenblätter gelten als stoffwechselanregend, wodurch der Abbau von Fettdepots wirkungsvoll unterstützt werden kann. Die enthaltene Scharfgabe enthält Bitterstoffe, welche dafür sorgen können, die Produktion von Gallensäften anzuregen. Das zugesetzte L-Carnithin verbessert den Umsatz von Fettsäuren. Während bei einer schlichten Reduktion der normalen Futterkost häufig Mangelerscheinungen auftreten können, gewährleistet Alimentum Veterinarium LOW FAT mit einem ausgewogenen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen die komplette Nährwertversorgung des Hundes.

Kombiniert werden sollte diese spezielle Diät mit ausreichend Bewegung an der frischen Luft, soweit der Gesundheitszustand des Tieres dies zulässt. Sportliche Aktivitäten wie Agility oder Apportierübungen lassen die Kilos noch schneller purzeln- und können auch dem Zweibeiner nicht schaden.

geschrieben von Hanna Stephan
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