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6.06.18

Neue Kost für Zuckerhunde

Diabetes beim Hund unterscheidet sich in Diagnose und Entstehung nicht wesentlich von der gleichnamigen Erkrankung beim Menschen. Anfang, Ende und Ursache dieser Erkrankung ist das in der Bauchspeicheldrüse produzierte Insulin. Wird dieses nicht im ausreichenden Maße zur Verfügung gestellt, kommt es zur mangelhaften Aufnahme von Zucker in die Zellen. Dieser Mangel an Insulin wird als primäre Diabetes-Form (Diabets Typ 1) bezeichnet und betrifft vor allem erwachsene Hunde. Er entsteht durch eine Überbeanspruchung, Zerstörung oder Infektion der Insulin-produzierenden ß-Zellen der Pankreas. Eine Überbeanspruchung entsteht beispielsweise durch eine dauerhaft zu fette und kohlenhydrathaltige Fütterung mit viel Getreide und Stärke. Eine Zerstörung der Insulin-bildenden Zellen wird hingegen häufig durch sogenannte Autoimmunreaktionen ausgelöst, bei denen sich das Immunsystem des Hundes gegen die körpereigenen Zellen richtet.
Als sekundäre Diabetes-Form (Diabetes Typ 2) bezeichnet man diejenige Form, bei welcher weniger ein Insulinmangel als vielmehr eine Insulinresistenz vorliegt. Hierbei sprechen die Zellen nicht mehr ausreichend auf das Insulin an. Gründe für diese Resistenz können Übergewicht, erbliche Veranlagung oder anderweitige Stoffwechselstörungen (Schilddrüsenentzündung, Nebennierendysfunktion u.a.) sein. Diese Form des Diabetes tritt vor allem bei Adipositas sowie bei Seniorenhunden auf, was ihm den Spitznamen Altersdiabetes eingebracht hat. Übergewicht steht nach aktuellen Studien jedoch unangefochten auf Platz eins als Ursache für Diabetes. Weitere mögliche, aber weniger häufige Auslöser für Diabetes sind eine genetische Prädisposition, eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse sowie die Verabreichung von Glukokortikoiden (Cortison).

 

Unabhängig vom Diabetes Typen und ob zu wenig Insulin vorliegt oder die Zellen für das Zuckerhormon resistent sind, entsteht das gleiche Krankheitsbild mit gleichen Symptomen. Durch die fehlende Aufnahme des Zuckers in die Zellen, fehlt er dort für die Energiegewinnung. Gleichzeitig steigt der Zuckerwert im Blut an und es kommt zur sogenannten Hyperglykämie, die bis zu tödlichen Stoffwechselentgleisungen führen kann.

Klassische Symptome für Diabetes Mellitus sind Polydipsie (vermehrtes Trinken), Polyurie (vermehrter Harnabsatz), eine herabgesetzte Leistungsfähigkeit, Polyphagie (vermehrter Appetit) und als Spätfolge ein Katarakt (Trübung der Augenlinse). Zudem verliert der Vierbeiner relativ schnell an Gewicht.

Bei Adipositas Patienten kann Diabetes reversibel sein, wenn das Normalgewicht wieder erreicht ist. Bei vielen Vierbeinern und vor allem beim Typ 1 Diabetes ist die Zuckerkrankheit jedoch nicht heilbar und es können lediglich die Symptome behandelt werden. Für eine erfolgreiche Therapie ist neben der Gabe von Insulin das richtige Futter entscheidend!

 

 

Therapie und Diät

 

Hunde, die an Diabetes erkrankt sind, müssen ihr Leben lang täglich Insulin bekommen. Ergänzend dazu sollten diese Hunde so ernährt werden, dass der Blutzuckerspiegel möglichst stabil bleibt. In den Menüs der Alimentum Veterianrium DIABETIC Linie ist ausschließlich reines, lebensmittelechtes Muskelfleisch verarbeitet, während auf Getreide konsequent verzichtet wird. Das hochverdauliche Muskelfleisch liefert gesunde Aminosäuren und Omega-6-Fettsäuren ohne die Bauchspeicheldrüse zu belasten. Erhöht ist in allen DIABETIC Menüs der Anteil an gesunder, natürlicher Rohfaser aus Gemüse, Obst und Kräutern, um für eine verlangsamte Passage des Futters durch den Darm zu sorgen, wodurch die Nährstoffe gleichmäßig in die Blutbahn abgegeben werden. Zugesetzt sind jedem Menü die in der Forschung schon lange im Fokus stehenden Blaubeeren, die durch ihre sekundären Pflanzenstoffe, allen voran die Anthocyane, eine unterstützende Schlüsselrolle gegen die Zuckerkrankheit spielen sollen. Die enthaltenen Artischockenblätter sowie Aloe Vera und Kreuzkümmel sind bekannt dafür, den Blutzuckerspiegel gleichmäßig zu halten und insbesondere sogenannte „Zucker-Peaks“ zu verhindern, und sich positiv auf den Cholesterinspiegel auszuwirken.

Salbei und Thymian unterstützen durch ihre extreme Vielfalt an Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen, während Ginseng bereits in wissenschaftlichen Studien seinen positiven Effekt auf Diabetes und die Senkung des Blutzuckers unter Beweis gestellt hat. Ebenso wirkt sich das verwendete Superfood „Kokosmehl“ positiv auf einen gleichmäßigen Blutzuckerspiegel aus.

 

Die Produkte der DIABETIC Linie eignen sich als Alleinfuttermittel für alle an Diabetes Mellitus erkrankten Hunde – unabhängig davon welcher Typ vorliegt. Es muss bei der Umstellung auf die Diabetic Kost keine Wechselwirkung mit dem zu verabreichenden Insulin befürchtet werden, da die bilanzierte Spezialdiät keine Medikamente enthält. Durch die besondere Zusammensetzung und die Auswahl der natürlichen Zutaten liefert die Diabeetic  Linie eine gesunde Ernährungsform, welche die Therapie des Zuckerhundes bestmöglich unterstützt. Durch die ausschließliche Verarbeitung von Rohstoffen in reiner Lebensmittelqualität, wird eine maximale Nährstoffvielfalt und eine hohe Frische garantiert. Dies beeinflusst auch die Akzeptanz beim Hund, welche bei den Diabetic Menüs – wie auch bei allen anderen Alimentum Veterinarium Menüs- ausgesprochen hoch ist und gerade im Krankheitsfall ein wichtiger Faktor für eine gelungene Umstellung auf die Spezialkost ist.

 

geschrieben von Hanna Stephan
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