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LMQ vs. K3

Was bedeutet der Begriff Lebensmittelqualität

Die Tierfutterindustrie und damit die Hersteller von Hunde- und Katzennahrung gehören nicht in den Bereich der Lebensmittelwirtschaft. Diese werden der Entsorgungswirtschaft zugeordnet und verarbeiten keine Lebensmittel sondern Entsorgungs-/Abfallmaterial der Kategorie 3.
Terra Canis ist der erste Hersteller der entgegen der obigen Vorgehensweise seine Menüs für Hunde und Katzen in einem reinen Lebensmittelbetrieb und ausschließlich mit lebensmittelechten Zutaten herstellt. In dem hier folgenden Text werden die Begrifflichkeiten näher erklärt und der Unterschied genauer dargestellt. Diese Ausführungen entsprechen den gesetzlichen Grundlagen und den in der EU geltenden Verordnungen.

Was bedeutet der Begriff Lebensmittelqualität?
Lebensmittelqualität besitzen grundsätzlich alle Produkte (Rohstoffe & weiterverarbeitete Produkte), die aufgrund Ihrer Frische, Qualität und Bestimmung für den menschlichen Verzehr bzw. den Humanbereich zugelassen sind. Bezogen auf Fleisch geht es hier um alle Schlachterzeugnisse, die für den menschlichen Verzehr geeignet und bestimmt sind bzw. zur Weiterverarbeitung zu Produkten wie Aufschnitt, Würste etc. Dieses Material darf zu keinem Zeitpunkt die Kühlkette verlassen und unterliegt sehr strengen hygienischen Vorschriften. Übersteigen beispielswiese die Keimzahlen von Fleisch bestimmte Maximalwerte, darf das Fleisch nicht mehr für den Humanbereich/Lebensmittelwirtschaft verwendet bzw. gehandelt werden. Es verliert damit den Status der Lebensmittelqualität und wird automatisch zu Entsorgungsmaterial/K3 Material. Terra Canis verwendet für seine Menüs ausschließlich Rohstoffe, die zum Zeitpunkt der Verarbeitung in der Metzgerei Lebensmittelqualität besitzen.

Was ist ein Lebensmittelbetrieb?
In einem Lebensmittelbetrieb werden sämtliche für den menschlichen Verzehr bzw. für den Humanbereich geeignete Rohstoffe verarbeitet. Darunter fallen alle Herstellerbetriebe, die Nahrungsmittel produzieren, Bäckereien, Metzgereien etc.Unser herstellender Metzgereibetrieb ist ein Lebensmittelbetrieb und darf als ein solcher nur Ware in Lebensmittelqualität lagern und verarbeiten.

Was ist ein Futtermittelbetrieb?
Ein Futtermittelbetrieb arbeitet, anders als ein Lebensmittelbetrieb, im Bereich der Entsorgungs-/Abfallwirtschaft. Hier wird Entsorgungsmaterial der Kategorie 3 zu Tiernahrung verarbeitet.

Was bedeutet der Begriff K3 Material?
K3 Material ist Ausgangsmaterial für die Herstellung von Hunde- und Katzenfutter. Die Futtermittelindustrie verarbeitet seit vielen Jahrzehnten dieses Material. Die Herstellung von Hundefutter fällt in den Bereich der Entsorgungs-/Abfallwirtschaft und ist ein damit ein Teilprozess der Tierkörperverwertung. Zu unterscheiden sind hier nach der EU-Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 (Verordnung über tierische Nebenprodukte) anhand der von dem Entsorgungsmaterial ausgehenden Gefahr drei Kategorien: K1, K2 und K3.

Kategorie 1
Die Kategorie 1 enthält Fleisch und tierische Nebenprodukte mit dem höchsten Risiko, also Haustiere, Wildtiere oder Nutztiere, die aus Krankheitsgründen getötet wurden oder verendeten, insbesondere TSE verseuchte Tierleichen sowie mit Chemikalien oder verbotenen Stoffen kontaminierte Tiere und Versuchstiere. Material der Kategorie 1 muss vollständig als Abfall entsorgt werden. Das Material ist ab 1. Juli 2008 im innereuropäischen Handel mit Glycerintriheptanoat (GTH) zu kennzeichnen und in schwarzen Behältnissen zu transportieren.

Kategorie 2
Diese Kategorie enthält Fleisch und Nebenprodukte mit dem Risiko anderer, nicht übertragbarer Krankheiten. Sie umfasst getötete, also nicht geschlachtete Tiere, tierische Nebenprodukte (beispielsweise Milch), importiertes und nicht ausreichend kontrolliertes Material, Tierprodukte mit Rückständen von Medikamenten.

Kategorie 3
Sogenanntes K3-Material bezeichnet vor allem Abfälle und Nebenprodukte aus Schlachtbetrieben, Küchen- und Speiseabfälle, für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignete Lebensmittel tierischen Ursprungs, Rohmilch, frischen Fisch oder frische Fischnebenprodukte. Daneben finden sich hier auch Tierteile, die zwar zum menschlichen Verzehr geeignet sind, für die es jedoch im betreffenden Land wenig Nachfrage gibt, beispielsweise Kutteln, Zunge und weitere Innereien. Es darf ausschließlich zu Tierfutter weiterverarbeitet werden. In Deutschland ist darüber hinaus die Verfütterung von Fetten aus Geweben warmblütiger Landtiere und von Fischen an Wiederkäuer verboten. Fette aus Geweben warmblütiger Landtiere dürfen in Deutschland auch nicht an andere zur Lebensmittelgewinnung dienende Tiere und Pferde verfüttert werden. K3-Material ist wiederholt Ausgangspunkt für die Lebensmittelskandale rund um das sogenannte Ekel-/Gammelfleisch.

Zum K3-Material gehören

• Küchen- und Speiseabfälle, soweit nicht aus grenzüberschreitendem Verkehr
• Schlachtkörperteile, die genussuntauglich sind, die jedoch keine Anzeichen einer übertragbaren Krankheit zeigen und die von Tieren stammen, die genusstauglich sind
• Rohmilch
• Haare, Pelze, Hörner usw. von klinisch unauffälligen Tieren
• Tierische Abfälle aus der Lebensmittelindustrie
• Häute, Hufe und Hörner, Schweineborsten und Federn von Tieren, die nach einer Schlachttieruntersuchung in einem Schlachthof geschlachtet wurden
• überlagertes Fleisch
• verdorbene Lebensmittel
• minderwertiges Fleisch
• Fleisch von Tieren unter erheblicher Stressbelastung
• Blut von Tieren (nicht von Wiederkäuern), die nach einer Untersuchung in einem Schlachthof geschlachtet wurden
• Tierische Schlachtkörperteile und Nebenprodukte, die bei der Herstellung von für den menschlichen Verzehr bestimmten Erzeugnissen angefallen sind, und entfettete Knochen und Grieben
• Fische oder andere Meerestiere, sowie Fischabfälle (ausgenommen Meeressäugetiere)
• Ehemalige tierische Lebensmittel, die aus anderen, nicht gesundheitsschädlichen Folgen, z.B. Verpackungsmängeln, für den menschlichen Verzehr nicht mehr bestimmt sind

Dieses unverzüglich durch Beschriftung zu kennzeichnende Fleisch darf nur zur Herstellung von Tiernahrung in einem zugelassenen Heimtierfutterbetrieb oder zu nicht mehr essbaren Produkten verarbeitet, z. B. zu Schmierfetten verwendet werden. Es darf auch zur Kompostierung oder Biogasherstellung verwendet werden. Dennoch wird Fleisch der sogenannten Handelskategorie 3 gelegentlich widerrechtlich zum menschlichen Gebrauch verwendet.[1] Das Material ist ab 1. Juli 2008 im innereuropäischen Handel in grünen Behältnissen zu transportieren und kann im nationalen Handel gefärbt werden.

Neben Terra Canis gibt es mittlerweile einige wenigen Firmen, die  ebenfalls auf echter Lebensmittelbaisis arbeiten und damit Hunden und Katzen auch die Qualität bieten, wie diese Tiere sie in der freien Natur vorfinden.
Leider gibt es auch immer mehr Hersteller/Marken, die mit dem Begriff Lebensmittelqualität werben und diesen auf Ihre Produkte schreiben, dennoch aber in einem Futtermittelbetrieb produzieren und keine echten Lebensmittel verwenden.
Viele werben auch mit folgenden Worten: „Das Fleisch stammt aus der Lebensmittelwirtschaft“ oder „Das Fleisch stammt von für den menschlichen Verzehr geschlachteten Tieren“. Hier ist Vorsicht geboten. Nach den geltenden EU Gesetzen und Verordnungen dürfen grundsätzlich nur Schlachterzeugnisse zu Tiernahrung weiter verarbeitet werden, die von Tieren stammen, die für den menschlichen Verzehr geschlachtet wurden. Das ist also nichts Besonderes. Werden die Tiere njcht für den menschlichen Verzehr geschlachtet, werden sie aufgrund von Keimen, Viren, Bakterien notgeschlachtet bzw. getötet. Dieses Material  gehört zu den Kategorien K1 oder K2, welches nicht für die Herstellung von Tiernahrung verwendet werden darf.
K3 Material stammt daher IMMER von für den menschlichen Verzehr geschlachteten Tieren und damit ursprünglich aus der Lebensmittelwirtschaft.  Das bedeutet aber eben nicht, dass das Material/Fleisch zum Zeitpunkt der Verarbeitung zu Tiernahrung noch Lebensmittelqualität besitzt. Abzustellen ist immer auf die Qualität in dem Moment, wenn es zu Tiernahrung verarbeitet wird, nicht auf den Ursprung  bzw. auf eine Qualität zu einem früheren Zeitpunkt. Viele Schlachtkörperteile besitzen per se keine Lebensmittelqualität (Hufen, Federn, Felle, viele minderwertige Organe usw.) und fallen damit unmittelbar bei der Schlachtung in die Kategorie 3. Andere besitzen grundsätzlich Lebensmittelqualität, verlieren diese aber mangels Frische und/oder Hygiene bzw. weil die Kühlkette unterbrochen wurde (verdorbenes Fleisch, zu hohe Keimzahlen, „Gammelfleisch“, abgelaufenes MHD usw.). Beides wird zu K3 Material und geht damit in die Futtermittelindustrie. Das Gleiche passiert in der Bio-Wirtschaft. Das heißt, auch die meisten Bio-Hundefutter auf den Markt werden aus dem gleichen K3-Material hergestellt, mit dem einzigen Unterschied, dass dieses von Bio-Tieren stammt. Dennoch ist es in der Regel Entsorgungsmaterial wie bei herkömmlichen Hundefutterprodukten.

Terra Canis  geht seit 10 Jahren einen völlig anderen Weg. Fernab von K3 Material und Futtermittelherstellern. 100% Lebensmittelqualität aller Rohstoffe – hergestellt in einer Metzgerei, einem echten Lebensmittelbetrieb – absolute Transparenz der Deklaration