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25.09.17

Die Phytotherapie – ein Jahrtausend altes Erfolgskonzept der Natur

„O, große Kräfte sind’s, weiß man sie recht zu pflegen,  die Pflanzen, Kräuter, Stein‘ in ihrem Innern hegen.“  William Shakespeare

 

Kräuter im Napf – das ist für manch ernannten Hundefachmann nichts weiter als eine weitere Form der Vermenschlichung vom besten Freund des Menschen. Denn Thymian, Salbei oder Lavendel hat für ihn eher was mit Haute Cuisine oder einem Spaziergang durch die Provence zu tun, als mit gesunder Hundeernährung. Schade eigentlich – denn Kräuter sind mehr als eine Spinnerei oder ein unnützer Zusatz der den Napf höchstens geruchsmäßig aufpeppt. Kräuter sind kleine große Schätze der Natur und liefern neben wertvollen Vitamine und kerngesunden Ballaststoffe auch unschätzbare Heilwirkungen und effiziente Wirkstoffe der Natur.

Die heilenden Wirkungen der kleinen Kräuter werden von Vier- und Zweibeinern schon viele tausend Jahre genutzt. So berichten überlieferte Geschichten, dass sich die Menschen einst die Nutzung der Heilkräuter bei den Tieren abgeschaut haben und so ihre Wirkweisen erlernten. Beobachtet werden kann der tierische Instinkt für das richtige Kraut beispielsweise bei Gämsen, welche nach erlittenen Schlangenbissen wissen, welche Pflanze sie vor dem Schlangengift bewahren kann.

Ebenso wissen die schlauen Bären nach ihrem Erwachen aus dem Winterschlaf, welche Kräuter sie wieder zu Kräften kommen lassen.

Und nicht zuletzt der Grauwolf, Stammesvater und kulinarisches Vorbild für den heutigen Haushund,  schätzt die gesunden Kräuter auf seinem Speiseplan. Neben der indirekten Aufnahme der kleinen Pflänzchen über den Mageninhalt seiner Beutetiere, kann beim Wolf die freie Aufnahme von Gräsern, Blüten, Wurzeln und Kräutern bei ihm beobachtet werden. Würden ihm diese Zutaten nicht zusagen oder von Nutzen sein, würde er die Kräuter mit Sicherheit am Wegesrand stehen lassen.

 

Kräuter sind so mit kein exotischer Irrwitz oder nutzloses Chichi sondern eine wertvolle Bereicherung, die dem Hund nicht vorenthalten werden sollte.

 

Die „kleinen Wunderwerke der Natur“ punkten mit ihrem Rundumpaket: ihre reichhaltige Mischung aus sekundären Pflanzenstoffen, ätherischen Ölen und vielfältigen Vitaminen hat eine extrem hohe Bioverfügbarkeit für den tierischen Organismus. Dies bedeutet, dass er die Fülle der enthaltenen Nährstoffe sehr gut für sich nutzen kann. Zudem liefern die Kräuter dem Hund wichtige Rohfaser, um seine Verdauungsmotorik und seine Magen-Darm Flora gesund zu halten.

 

Im Zusammenhang mit gewissen Beschwerden, sowie als Prophylaxe vor bestimmten Erkrankungen kann selbstverständlich auch die individuelle Heilwirkung der Kräuter für den Vierbeiner genutzt werden. Im Zusammenhang mit unheilbaren Krankheiten, erfolgloser Dauertherapie oder unerklärlichen Allergiebeschwerden wird gerne die „grüne Unterstützung aus der Natur“  begleitend zur klassischen Schulmedizin in den Napf geholt.

Heilkräuter (im Fachbegriff Phythopharmaka) haben in verschiedenen Heillehren aufgrund ihrer potenten Wirkweisen  eine jahrtausendlange Tradition. Ihr Einsatz reicht von  den großen Medizinern im alten Griechenland, sie sind fest verankert in der Ayurveda-Therapie in Indien und werden auch in den Lehren der Heilung im Mittelalters oder in der traditionellen chinesischen Medizin eindrucksvoll gelehrt.

Bis heute sind über 250.000 Heilkräuter bekannt, die in der Phytotherapie bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt werden. In Deutschland werden aktuell rund 600 Sorten in der gängigen Praxis verwendet. Der Ansatz der Phytotherapie ist wie bei fast allen naturmedizinischen Heilmethoden ganzheitlich, so dass nicht nur einzelne Symptome, sondern komplette Organsysteme oder der gesamte Organismus behandelt werden. Viele der Phytopharmaka besitzen ein breites pharmakologisches Wirkungsspektrum und werden vom Patienten besser vertragen, als synthetische Arzneimittel. Die Pharmakokinetik von Pflanzenpräparaten ist zudem nicht anhand einzelner Wirkstoffe messbar, sondern entsteht durch eine Ergänzung und Verstärkung verschiedener Inhaltsstoffe untereinander, so dass die Gesamtwirkung einer Pflanze oft stärker ist, als die ihrer einzelnen Bestandteile. Je nach Wirksamkeit werden die Heilpflanzen in Mite= mild und Forte= stark wirkend unterteilt. Die wichtigsten Ansatzpunkte von Heilpflanzen sind der Ersatz von im Organismus fehlenden Stoffen, die Katalysierung verschiedener Stoffwechselvorgänge, sowie antibakterielle Einflüsse.

 

Den ersten großen „Durchbruch“ verzeichnet die Phytotherapie im 15. Jahrhundert- der Epoche in welcher der Buchdruck erfunden wurde und die Kräuterfibel sich schnell verbreitete. In den 30er Jahren, lange nach diesem „Siegeszug“ der Heilkräuter, wurde die Bachblütentherapie vom englischen Arzt Dr. Edward Bach entwickelt. Er konzipierte 38 Blütenessenzen, die dazu ausgelegt sind Selbstheilungskräfte anzuregen und den Körper zurück zu seinem Gleichgewicht zu verhelfen. Kombiniert werden können Bachblüten und Heilkräuter durch ein Aufsprühen der Bachblüten-Essenzen auf die Kräuter und anschließender Trocknung, so wie sie für den Menschen bereits als gesunder Tee genutzt werden. Mit Aufkommen des Penicillins im Laufe des 19. Jahrhundert schwand die Stellung der Phytotherapie. Heute werden Phytopharmaka wieder vermehrt eingesetzt, um Nebenwirkungen einer pharmazeutischen Therapie zu lindern, Stoffwechselprozesse gezielt zu unterstützen, sowie das körpereigene Immunsystem zu aktivieren.

Welchen hohen Stellenwert und spektakuläres Potential in den  kleinen Kräutern schlummern kann, verdeutlichte  auf beeindruckende Weise der Medizin-Nobelpreis, den die chinesische Forscherin Youyou Tu erhielt. Sie extrahierte aus der Beifuß Pflanze einen wirksamen Wirkstoff gegen Malaria.

Doch auch hierzulande wird geforscht und das auf ganze hohem Niveau! Die wissenschaftliche Hochburg für natürliche Heilverfahren liegt im Ruhrgebiet, wo Professor, Visionär und Pionier Gutsav Dobos jährlich 20 bis 30 Studien zu alternativen Heilmethoden und ihre Wirkungsweisen veröffentlichen. Die Naturheilkunde hat sich somit zurecht ihren Platz sowohl in der Wissenschaft, als auch in der Praxis zurück erkämpft, legt ihr „Simsalabim-Image“ erfolgreich ab und zeigt sowohl bei Zwei- als auch bei Vierbeinern belegbare Wirkungen!

Kräuter sind im evolutionär entstandenem Ernährungsprinzip fest verankert und sollen aus diesem Grund auch dem Hund täglich in den Napf gefüllt werden.

 

Ausgewählt nach guter Verträglichkeit für den Hund, bester Bioverfügbarkeit für seinen Organismus und passender Ergänzung der weiteren Zutaten kommen immer drei bis vier Kräuterarten in jedem Terra Canis Menü vor. Der individuelle Kräutermix  als fester Menü-Bestandteil macht ein Teil der Besonderheit der Terra Canis Rezepturen aus, die alle nach  Vorbild der Natur und Ernährungsweise des Wolfes zusammengestellt werden.

 

Einen gezielten Fokus auf die Wirkungen sogenannter Heilkräuter setzt Terra Canis bei seinen Kräuterhelden (siehe Seite xx), einer Kombination aus Gesundheitskräutern und Bachblüten, mit denen unterschiedliche Beschwerden beim Hund adressiert werden. Ebenso bei den revolutionären Ergänzer-Pasten (siehe Seite xx) die bei Gelenkbeschwerden, Magen-Darm-Problemen oder Immunschwäche unterstützen können.

Seit kurzem findet die Phytotherapie zudem unterstützend Ihren Einsatz in den veterinärmedizinischen Linien „Alimentum Veterinarium“ (www.ali-vet.de)

 

 

Dagegen ist ein Kraut gewachsen – Besonderheiten der Phytotherapie:

– Gute Verträglichkeit

– Große therapeutische Breite

– Milde Wirkung

– Synergistische und antagonistische Wirkungen

– Wirkstoffgehalt abhängig vom Ausgangsmaterial

und der Zubereitung

– Gut geeignet für eine sehr individuelle Therapie

 

geschrieben von Hanna Stephan
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